Kommunikationsnetz der Zukunft

Fibre to the Building im Fürstentum Liechtenstein

Die Liechtensteinischen Kraftwerke (LKW) erstellen im Auftrag des Landes Liechtenstein ein Kommunikationsnetz der Zukunft mit modernster Glasfasertechnologie. Optonet rüstet die POP mit Ihrer OptoTower Lösung aus.

«Als Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR), orientiert sich Liechtenstein an den von Brüssel festgelegten Zielen der digitalen Agenda», erklärt Jörg Lüchinger, LKW Bereichsleiter für das Kommunikationsnetz in Liechtenstein. Deshalb wird die gläserne Infrastruktur für die Datenübertragung von Internet, Telefonie und Fernsehen von den LKW mit Hochdruck vorangetrieben. «Derzeit haben wir einen Glasfaser Ausbaugrad von 12 Prozent erreicht und liegen damit im guten Mittelfeld verglichen mit dem Rest von Europa. Bis 2020 streben wir einen Ausbaugrad von 80 Prozent aller Haushalte an. Innerhalb von Europa wäre das eine Spitzenreiterposition.» Von Vorteil bei der Ersetzung der im Staatsbesitz befindlichen Kupferanlagen und Kabelfernsehanlagen durch Glasfaser, ist die Grösse des Landes und die übersichtliche Anzahl von zu erschliessenden Gebäuden. «Wir haben rund 11 000 Wohngebäude in Liechtenstein. 65 Prozent davon sind Einfamilienhäuser, 15 Prozent Zweifamilienhäuser, die restlichen 20 Prozent Mehrfamiliengebäude», berichtet Ruedi Schlegel, der bei den LKW für die Planung des Netzes und Evaluierung der Lieferanten zuständig ist. «Für Unternehmen betreiben wir bereits heute ein separates Glasfaser-Businessnetz. Da wir in Zukunft nur ein Netz unterhalten möchten, werden alle bestehenden Glasfaseranschlüsse von Unternehmen in das neue Netz integriert. Am Ende des Ausbaus werden alles in allem rund 22 000 Nutzungseinheiten erschlossen sein.»

Konzept, Kosten und Optonet

«In dem Fibre To The Building-Konzept, welches wir in Liechtenstein umsetzen, sind die LKW als hundertprozentiges Staatsunternehmen für die Erstellung des Glasfasernetzwerkes bis zum Gebäudeeintrittspunkt (Building Entry Point BEP) zuständig. Die Kosten tragen die LKW», erklärt Ruedi Schlegel. Für die Verteilung im Haus, ist ähnlich wie in der Schweiz, der Hauseigentümer verantwortlich. In Liechtenstein entwickelt sich jedoch derzeit ein Konzept, bei dem die Kosten für die Verteilung vom Gebäudeeintrittspunkt zur optischen Telekommunikationssteckdose (Optical Telecommunications Outlet OTO) in der Wohnung, durch die Diensterbringer übernommen werden. Voraussetzung hierfür ist ein Vertrag mit einer bestimmten Laufzeit. Mit der Optonet arbeiten die LKW bereits seit vielen Jahren erfolgreich zusammen. «Für uns als kleines Land mit kleinem Bedarf ist es besonders vorteilhaft, dass Optonet unsere Kundenwünsche ernst nehmen und diese individuell umsetzen. Bereits in einem Testaufbau vor einigen Jahren, in dem wir eine begrenzte Anzahl Haushalte mit Glasfasertechnologie erschlossen, kam der OptoTower von Optonet als Optical Distribution Frame zum Einsatz. Wir sammelten damals wichtige Erfahrungen mit dem Schranksystem und hatten verschiedene Änderungswünsche bezüglich Überlängenmanagement, Verschlüsse und Kabelzuführungen. Optonet erwies sich als sehr entgegenkommend bei der Umsetzung unserer Wünsche», berichtet Jörg Lüchinger.

Der OptoTower in Liechtenstein

Der OptoTower ist ein ausbaubares und skalierbares ODF Schranksystem mit innovativem Fibre Management System für sehr hohe Faserzahlen. An den Verteilerstandorten in Liechtenstein werden jeweils mehrere ODFs installiert; angeordnet werden diese nebeneinander und Rücken an Rücken. Aus diesem Grund wurden die OptoTower so ausgelegt, dass alle Arbeiten bequem von vorne ausgeführt werden können. Die Kabelendverschlüsse (KEV) können ausgehängt und dank ausreichender Überlängenreserve auf einem Arbeitstisch mit angenehmer Arbeitshöhe bearbeitet werden. Der OptoTower erlaubt Kabelzuführungen von oben und unten, besitzt genügend Befestigungskapazität für Erdkabel und weist ein individuelles Überlängenmanagement auf. Das Patchen erfolgt von vorn, ohne dass zusätzlich mechanische Teile bewegt werden müssen. Zum Bild: Der OptoTower ist ein ausbaubares und skalierbares ODF Schranksystem mit innovativem Fibre Management System für sehr hohe Faserzahlen.

Bilder: Liechtensteinische Kraftwerke und Optonet